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SeiteninhaltNeu: Band 7
Der neue Band setzt den mehrbändigen Kommentar zu den Liedern der Edda fort (1997 und 2000: Götterlieder, 2004, 2006 und 2009: Heldenlieder). Der vorliegende Band 7 enthält Exkurse zur Beschaffenheit des Herzens eines feigen oder eines tapferen Menschen (Atlakviða 23), zum Gott Ullr und zum Ablegen von Eiden auf Ringe (Atlakviða 30), zur Bezeichnung der Lieder Atlakviða und Atlamál als "grönländisch" (Kommentar zu Atlamál §3), zu menschengestaltigen Wesen in Adlergestalt (Atlamál 19), zu den Disen (Atlamál 28 und Hamðismál 28), zum Zertreten oder Auseinanderreißen durch Pferde (Guðrúnarhvöt 2), zu den Alben (Hamðismál 1), zum Abschlagen von Fuß oder Hand (Hamðismál 24) und zum Gefeit-Sein gegen Eisenwaffen (Hamðismál 25). Wie die Exkurse in den vier vorangegangenen Bänden werden auch diese Exkurse durch das Motivregister erschlossen, das – wie auch Register zu grammatikalischen und lautgeschichtlichen Erscheinungen, die in den bisher erschienenen Bänden behandelt werden – in einer vorläufigen und laufend aktualisierten Form auf der Homepage des Edda-Projekts einsehbar ist (www.skandinavistik.uni-frankfurt.de/edda/download/).
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Zweck und Ziel des Unternehmens und die Anlage des Kommentars sind ausführlich dargelegt in dem Bändchen, das am Beispiel eines einzelnen Liedes eine Probe des geplanten Kommentars zur Diskussion stellen wollte: Skírnismál. Modell eines Edda-Kommentars, Heidelberg 1993. Auf dieses Bändchen muß vorerst verwiesen werden, bis ein Begleitband zum mehrbändigen Kommentar erschienen ist, der eine allgemeine Einführung und dazu ein Abkürzungsverzeichnis, ein Literaturverzeichnis und ein Register für das Gesamtwerk enthalten wird. Die für den Begleitband vorgesehenen Register zu grammatikalischen und lautgeschichtlichen Erscheinungen sowie zu Motiven, die in den bisher erschienenen Bänden behandelt werden, sind in einer vorläufigen und laufend aktualisierten Form jetzt auf der Homepage des Edda-Projekts einsehbar. Zur Anlage des Kommentars sei an dieser Stelle nur erwähnt, daß die einzelnen Liedkommentare jeweils aus einem Einleitungs- und einem Stellenkommentar bestehen und die Einleitungskommentare wiederum in zehn Paragraphen nach einem für alle Lieder gleichbleibenden Schema untergliedert sind: §1 Bibliographie, §2 Überlieferungszustand, §3 Forschungsgeschichte, §4 Stoffgeschichte und literarisches Nachleben, §5 Gedankliche Konzeption, §6 Komposition, §7 Strophen- und Versform, §8 Wortschatz und stilistische Eigentümlichkeiten, §9 Literaturgeschichtliche Standortbestimmung, §10 Datierung. Im vorliegenden Band wird abweichend von dieser Regelung den fünf Einzelkommentaren eine ‘Bibliographie zu den Texten in Bd. 7’ vorangestellt (S. XXXff.). - Übergreifende Themen und Motivkomplexe, die mehr als ein Lied betreffen, sind an geeigneten Stellen des Stellenkommentars in Form von Exkursen - äußerlich erkennbar am Petitdruck - behandelt (z.B. Waberlohe [Skírnismál 8], Midgardschlange [Hymiskviða 22], das Schädelbecher-Motiv [Völundarkviða 24]), Nornen [Helgakviða Hundingsbana I 2], Walküren [Helgakviða Hundingsbana I 38], schatzhütende Drachen [Grípisspá 12], das Ritzen des 'Blutadlers' [Reginsmál 26], Gunnars Harfenspiel [Oddrúnargrátr 29], Moorleichen und das Motiv des ‘Versenkens im Moor’ [Guðrúnarkviða III 11]). Die Exkurse werden durch das Motivregister erschlossen, damit sie nicht nur Spezialisten, sondern auch Fachfremden, die in einem Edda-Kommentar Aufklärung zu solchen Problemkomplexen erwarten dürfen, leichter zugänglich sind. Die eddische Dichtung wird nach der Ausgabe von Neckel-Kuhn (5. Aufl. 1983) zitiert, doch orientiert sich die Orthographie an Neckels Ausgabe (3. Aufl. 1936) sowie an der Teilausgabe von Jón Helgason (1962), da die von Kuhn 1962/1983 eingeführte Orthographie zumal in der außerdeutschen Forschung auf starken Widerstand gestoßen ist. Aus praktischen Gründen wird die seit Sophus Bugge (1867) übliche Numerierung der Strophen - wie bei Neckel-Kuhn - beibehalten. Die Skaldendichtung wird in der Regel im "berichtigten" Text von Finnur Jónsson (Skj. B) zitiert, doch werden alle Lesarten mit dem handschriftlichen Text (Skj. A) verglichen und gegebenenfalls entsprechend zitiert.
geändert am 21. Februar 2012 E-Mail: Webmasterk.schulz@em.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 21. Februar 2012, 09:52
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/skand/edda/aktuell/index.html