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Fachbeschreibung

Ab dem Wintersemester 2010/11 kann man das Studium der Skandinavistik nur noch im Bachelor aufnehmen, und zwar als Haupt- oder als Nebenfach. Für Studierende, die Skandinavistik als Nebenfach zu einem modularisierten Magisterstudiengang gewählt haben, gilt die Bachelor-Studienordnung für das Nebenfach.

Bachelor (B.A.) Skandinavistik

Die Einführung dieser Studiengänge sowie die Studienordnungen sind vom Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität vorläufig genehmigt. Die endgültige Genehmigung ist vom Ergebnis der Akkreditierung abhängig.

Die vorläufig genehmigten Studienordnungen sowie die Rahmenordnung für die Bachelorstudiengänge des Fachbereichs 10 (Neuere Philologien) finden Sie hier als Download.

Um die Zulassung zu den Bachelor-Studiengängen müssen Sie sich online bewerben:
Online-Bewerbung für das Bachelor-Hauptfach Skandinavistik
Online-Bewerbung für das Bachelor-Nebenfach Skandinavistik

Fachbeschreibung und Studienziele

Der Bachelorstudiengang Skandinavistik ist philologisch ausgerichtet: Sein Gegenstand sind die modernen nordgermanischen Sprachen Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Isländisch und Färöisch und ihre historischen Vorstufen, die in diesen Sprachen verfassten Textzeugnisse, deren historische und kulturelle Kontexte und die Geschichte ihrer Rezeption, sowie die Wissenschaftsgeschichte der Skandinavistik. Der Studiengang ist in zwei Fachrichtungen untergliedert. In der Fachrichtung Ältere Skandinavistik wird die Zeit bis zum Ende des Mittelalters behandelt, die Fachrichtung Neuere Skandinavistik umfasst den Zeitraum von der Reformation bis zur Gegenwart.

Die Studierenden sollen grundlegende Fragestellungen, Theorien, Methoden und Inhalte der Literatur-, Sprach- und Kulturwissenschaft kennen lernen und diese Kenntnisse an exemplarischen Gegenständen des Faches schwerpunktmäßig vertiefen. Sie sollen insbesondere die Fähigkeit erwerben, Textzeugnisse und andere mediale Überlieferungen des nordgermanischen Sprachraums zu analysieren, zu interpretieren, in ihren regionalen und europäischen kulturellen Kontext einzuordnen sowie einschlägige rezeptions- und wissenschaftsgeschichtliche Fragestellungen zu bearbeiten.

Darüber hinaus wird besonderer Wert auf den Erwerb von Sprachkompetenz gelegt. Ziel ist die fließende Beherrschung einer kontinentalskandinavischen Sprache in Wort und Schrift sowie gute passive Kenntnisse in den anderen kontinentalskandinavischen Sprachen und im Altnordischen.

Der Studiengang integriert den Erwerb fächerübergreifender Schlüsselkompetenzen in die fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen. Das hochschuldidaktische Konzept fördert sowohl die Grundlagenkompetenz als auch Informations-, Text-, Vermittlungs-, Team- und Medienkompetenz.

  •  Grundlagenkompetenz: Im Studiengang entwickeln die Studierenden die Fähigkeit, fächer-, theorie- und sprachübergreifend Zusammenhänge herzustellen und in Zusammenhängen zu denken sowie Wissen in andere Kontexte zu transferieren. Sie erwerben damit auch die Fähigkeit, die weiteren spezifischen Kompetenzen adäquat und effektiv einzusetzen.

  • Informationskompetenz: Die Studierenden werden angeleitet zur effizienten selbständigen Erschließung von Information, und zwar v.a. in Bibliotheken und mithilfe moderner Informationstechnologien.

  • Rezeptive und produktive Textkompetenz: Einen Schwerpunkt bilden die zunächst angeleitete, dann selbständig prioritätensetzende Auswahl, Be- und Verarbeitung von Fachliteratur und Primärquellen sowie die übersichtliche schriftliche Erarbeitung, Strukturierung und Präsentation von Information in Thesenpapieren und Hausarbeiten.

  • Vermittlungskompetenz: Die Studierenden verwenden für ihre mündliche Präsentation verschiedene Medien. Die Eignung unterschiedlicher Präsentationstechniken wird in der Vorbereitung mit den Lehrenden diskutiert und die Präsentationen in der Lehrveranstaltung geübt sowie offen und produktiv evaluiert.

  • Teamkompetenz: Die Erarbeitung von Thesenpapieren und Referaten in Kleingruppen fördert Teamarbeit, Kommunikations- und Integrationsfähigkeit.

  • Medienkompetenz: Elektronische Datenverarbeitungssysteme und das Internet sind integrierte Bestandteile von Forschung (Recherche, Text-/Informationsverarbeitung und Auswertung von Daten) und Lehre (Lehrmaterialien, E-Learning).

    (aus der Studienordnung für den B.A. Skandinavistik. Näheres s. dort.)


Studierende, die bis zum Sommersemester 2010 in den Studiengang eingeschrieben wurden, studieren das Fach noch im Rahmen der Magisterstudienordnung:

Skandinavistik (M.A.)

mit dem Abschluss Magister/Magistra Artium

Allgemeine Fachbeschreibung

Das Studium des Fachs Skandinavistik soll die Studierenden in die Lage versetzen, sich wissenschaftlich mit der Kultur der nordischen Länder (Islands und Skandinaviens) und der Kultur der Germanen auseinanderzusetzen, und zwar sowohl in historischer Perspektive als auch im Zusammenhang mit der Entwicklung der übrigen europäischen Kulturen.

Das Studium unterteilt sich in zwei Schwerpunkte:

  1. Germanische Philologie/Ältere Skandinavistik

  2. Neuere Skandinavistik.

Die Studierenden sollen

  • grundlegende Fragestellungen, Theorien, Methoden und Inhalte der Kulturwissenschaften anhand der Sprach-, Literatur-, Rechts-, Wirtschafts-, Sozial- und Ideengeschichte und der politischen Geschichte Skandinaviens und der älteren Germania kennenlernen und diese Kenntnisse an exemplarischen Gegenständen des Fachs schwerpunktmäßig vertiefen,

  • insbesondere die Fähigkeit erwerben,
    a) Texte der mündlichen wie schriftlichen Kulturen der germanischen und nordischen Völker kritisch zu analysieren und die dabei gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Medien zu übertragen, sowie
    b) sich Gegenstände der materiellen Kultur der Germanen und Skandinaviens zu erarbeiten und diese angemessen darzustellen, sowie
    c) geschichtliche Abläufe, großräumige Entwicklungen (wie die Herausbildung staatlicher Einheiten, wirtschaftlicher Strukturen, Handelsströme etc. oder ideologische Prozesse und dgl.) in ihrem europäischen Zusammenhang erfassen und darstellen zu können;

  • die grundsätzliche geschichtliche Bedingtheit literarischer, sprachlicher, kultureller, sozialer und ideologischer Phänomene erkennen, reflektieren und in allen Anwendungsbereichen berücksichtigen lernen;

  • befähigt werden, durch die Beschäftigung mit den germanischen und skandinavischen Literaturen, Sprachen und Kulturen den eigenen kulturellen Horizont kritisch zu reflektieren;

  • die Sprachkompetenz in den gewählten modernen skandinavischen Sprachen so weit zu entwickeln und perfektionieren, daß sie imstande sind, die für sie relevanten Kommunikationssituationen zu bestehen.

 Beschreibung der Studienschwerpunkte:

1. Schwerpunkt: Germanische Philologie/Ältere Skandinavistik

Innerhalb des Schwerpunkts Germanische Philologie/Ältere Skandinavistik ist auf Grund des mehrere germanische Kulturen umgreifenden Gegenstandsbereichs dieses Schwerpunkts eine unterschiedliche Gewichtung zugunsten entweder des die kontinantalgermanische und angelsächsische Germania umfassenden Schwerpunktes Germanische Philologie oder des die nordgermanische Kultur im engeren Sinne bezeichnenden Schwerpunktes Ältere Skandinavistik möglich.

Schwerpunktteil Germanische Philologie

Gegenstand dieses Schwerpunktteils sind (1) die sprachwissenschaftliche Beschäftigung mit den einzelnen germanischen Sprachen und Dialekten (Altenglisch, Altsächsisch, Althochdeutsch, Gotisch, Altisländisch usw.), (2) die heroische, panegyrische, gnomische, mantische und epische Dichtung der Germanen samt ihrer Poetik und Metrik, (3) die germanische Altertumskunde mit den Gebieten Runenschrift, Mythologie/Religionsgeschichte, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, allgemeine Geschichte und Kulturgeschichte, und (4) die Berührung zwischen der germanischen Kultur und Antike und Christentum.

Schwerpunktteil Ältere Skandinavistik

Der Schwerpunkt Ältere Skandinavistik umfaßt die eingehendere Beschäftigung mit (1) den altnordischen Sprachstufen (Urnordisch, Altisländisch, Altnorwegisch, Altdänisch, Altschwedisch), (2) der nordischen Altertumskunde, der Geschichte, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis ca. 1500 n.Chr., der nordischen Mythologie und Religionsgeschichte, Dichtung und Literaturgeschichte bis ca. 1500 n. Chr.

2. Schwerpunkt: Neuere Skandinavistik

Der Schwerpunkt Neuere Skandinavistik umfaßt die wissenschaftliche Beschäftigung mit der gesamten Kultur der nordischen Länder (Island, Norwegen, Dänemark, Färöer und Schweden) vom Beginn der Neuzeit bis zur Gegenwart (16.-20.Jh.): (1) die nordischen Sprachen in ihrer historischen Entwicklung seit dem Mittelalter, (2) die fünf Literaturen der nordischen Länder (und ihre Beziehung zu den übrigen europäischen Literaturen), (3) die Rechts- Wirtschafts-, Kultur- und Religionsgeschichte, Geistes- und Ideengeschichte (Philosophie, Kunst, politische Ideologie- und nationale Identitätsbildung usw.).

 

Gewichtung der Schwerpunkte

 Beide Schwerpunkte (1) Germanische Philologie/Ältere Skandinavistik und (2) Neuere Skandinavistik sind im Grundstudium des Hauptfaches Skandinavistik grundsätzlich gleichgewichtig zu studieren. Im Hauptstudium des Hauptfaches ist über die obligatorischen Leistungen hinaus eine stärkere Gewichtung eines der beiden Schwerpunkte - aus dem die Hausarbeit der Magisterprüfung gewählt wird - zulässig.

Im Studium Skandinavistik als Nebenfach muß einer der zwei oben aufgeführten Studienschwerpunkte gewählt werden.

 

Tätigkeitsfelder/Berufliche Möglichkeiten

Das Studium der Skandinavistik kann nicht auf ein fest abgegrenztes Berufsfeld ausgerichtet werden, sondern orientiert sich an einem Spektrum von Berufsfeldern, die in der Regel in Verbindung mit dem Studium anderer Fächer oder bereits vorhandener beruflicher Qualifikation (im Sinne der Kompetenzerweiterung und Weiterbildung) angestrebt werden können. Tätigkeitsfelder für Skandinavistik-Studierende mit dem Abschluß Magister/Magistra Artium finden sich u.a. in den Medien, in der Kulturarbeit der öffentlichen Hände (Theater, Museum, VHS, kultureller Staatsdienst usw.), an wissenschaftlichen Einrichtungen des In- und Auslandes, im Verlagswesen, in der Touristik, in der Wirtschaft usw.

Nähere Informationen finden Sie in der Studienordnung.

 

geändert am 17. November 2010  E-Mail: Webmasterschmitthenner@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 17. November 2010, 11:37
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/skand/studieren/fachbeschreibung/index.html